Jugendarbeit FÜR Flüchtlinge - In den Mitgliedsverbänden des Kreisjugendring Nürnberg-Stadt

BDKJ

Lokal sind wir vor allem mit den Mosaik-Wohngruppen für UMFler des Don-Bosco-Jugendwerkes Nürnberg verbunden.
In den letzten zwei Jahren (auch davor) hat es immer wieder Besuche durch Jugendgruppen und durch Projektgruppen gegeben. Allerdings auch in anderen WGs und Einrichtungen. Bereits 2013 wurde bei einer 72-Stunden-Aktion in einer Flüchtlingsunterkunft unter anderem für alle jungen Flüchtlinge Räder übergeben, gemeinsam repariert und eine Radtour gemacht. Auch wurden die Räume gemeinsam geputzt und das Gelände verschönert.
Miteinander kochen, Fußball spielen, musizieren, all das hat stattgefunden. Ebenso eine Paddeltour im Rahmen der christlich-muslimischen Dialogwoche 2015. Ebenso haben wir im Herbst 2014 ein Benefiz-Konzert mit drei Bands veranstaltet.

Am 21. Oktober 2015 haben wir unter dem Titel "Ganz KONKRET: was TUN mit jungen Flüchtlingen vor Ort" einen Infoabend veranstaltet. Haupt- und ehrenamtliche PraktikerInnen aus der Flüchtlingshilfe standen Rede und Antwort. So begrüßten wir VertreterInnen von Refu-Kitchen, MitarbeiterInnen von Gemeinschaftsunterkünften, ebenso von zwei UMF-Wohngruppen, VertreterInnen der ersten deutschen Asylbewerberbibliothek (kurz Asylothek), VertreterInnen der Clearingstelle Regensburger Straße und weitere PraktikerInnen. Vorallem die Pfadfinder (DPSG Stamm Maxi-Kolbe) aus Ziegelstein wollen mit der dortigen UMF-Wohngruppe des Vereins für Flüchtlingskinder Kontakt aufnehmen und regelmäßig zusammenarbeiten. Ein Ergebnis des Infoabends. Ebenso will der Pfarrjugendverband St. Stefan aus Zabo Kontakt mit der Clearingstelle aufnehmen und Angebote machen.

In zahlreichen Pfarreien gibt es inzwischen Helferkreise. Einzelne Pfarrer sind seit vielen Jahren für Flüchtlinge aktiv. Bislang sind diese Aktivitäten allerdings nicht koordiniert und nur zum Teil bekannt.

Einmal im Jahr veranstaltet der BDKJ eine Sozialaktion. Für einen guten Zweck werden an Ostern Rosen in den Gottesdiensten verkauft und der Gewinn gespendet. In den letzten Jahren wurde der Scheck meistens an Projekte übergeben, die mit jungen Flüchtlingen zu tun haben. 37 Pfarreien machen jedes Jahr mit ihren Jugendlichen, verkaufen die insgesamt knapp 19.000 Rosen und informieren über die Projekte.

Grundsätzlich:

Das Thema junge Flüchtlinge hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Neben unserem Jahresprogramm gibt es kein Thema, welches uns mehr beschäftigt. Wir sind selbstverständlich in der neuen Kommission für Flüchtlinge aktiv. Bei unseren Leiterschulungen spielt das Thema in extra dafür konzipierten Workshops eine Rolle. Wir merken großes Interesse bei unseren Aktiven an dem Thema. Auch Hauptberuflichen-Tagungen beschäftigten sich mehrere Tage mit dem Thema.

Wir wünschen uns vom KJR zum Thema junge Flüchtlinge Koordination und Überblick, sowie klare politische Forderungen. Gemeinsam werden wir in der neu geschaffenen Kommission an dem Thema arbeiten und sicher weitere Ideen erarbeiten.

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